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Christijan Albers
Christijan Albers (* 16. April 1979 in Eindhoven) ist ein niederländischer Automobilrennfahrer. Er startete von 2005 bis 2007 bei 46 Grand Prix in der Formel 1. Albers gewann 1999 den Meistertitel der deutschen Formel 3 und wurde 2003 Vizemeister der DTM, in der er von 2001 bis 2003 sowie 2008 aktiv war.

Er ist der Sohn des ehemaligen Rallycross-Fahrers André Albers.

Karriere als RennfahrerBearbeiten

Anfänge im MotorsportBearbeiten

Albers begann seine Motorsportkarriere in jungen Jahren im Kartsport, in dem er bis 1997 aktiv war. Unter anderem gewann er 1997 die niederländische Kartmeisterschaft. Im selben Jahr machte er erste Erfahrungen im Formelsport und gewann auf Anhieb den Meistertitel der Benelux Formel Ford. 1998 wechselte er in die deutsche Formel-3-Meisterschaft zu Van Amersfoort Racing. Während sein Teamkollege Bas Leinders den Meistertitel gewann, entschied der Niederländer zwei Rennen für sich und wurde Fünfter in der Gesamtwertung. 1999 bestritt Albers seine zweite Saison in der deutschen Formel 3 und gewann mit sechs Siegen den Meistertitel.

2000 wechselte er zu European Arrows F3000, dem Team von Paul Stoddart in die Formel 3000. Er konnte nicht mit seinem Teamkollegen Mark Webber, der mit einem Sieg Dritter wurde, mithalten und belegte in der Gesamtwertung ohne Punkte den 25. Rang. Trotz der schwachen Ergebnisse durfte der Niederländer für das von Stoddart gekaufte Minardi-Team 2001 und 2002 Formel-1-Testfahrten absolvieren.

DTMBearbeiten

Albers Hauptaugenmerk in der Saison 2001 war allerdings sein Engagement in der DTM. Durch die Vermittlung des Freundes seines Vaters und Ex-Rallycross-Fahrers Paul Fauchey erhielt er ein Vorjahres Modell von Mercedes-Benz, das vom Team Persson eingesetzt wurde. Trotz des älteren Materials gelang ihm auf dem Sachsenring als Zweiter eine Podest-Platzierung hinter seinem Markenkollegen Bernd Schneider. Am Saisonende belegte er den 14. Platz im Gesamtklassement. 2002 wechselte er zum Team Rosberg und erhielt erneut einen Mercedes-Benz aus der Vorsaison. Mit einigen Punkteplatzierungen belegte er am Saisonende den zwölften Platz der Fahrerwertung.

Nachdem Uwe Alzen 2003 sein Cockpit beim Mercedes-Benz-Topteam HWA AG abgegeben hatte, erhielt Albers dessen Platz und erstmals einen aktuellen Mercedes-Benz. Zwar gewann der Niederländer mit vier Rennen doppelt soviele Läufe wie sein Teamkollege Schneider, aber in einem knappen Saisonfinale auf dem Hockenheimring verlor der den Kampf um die Meisterschaft gegen Schneider und wurde hinter dem Deutschen Vizemeister.

2004 blieb Albers beim HWA-Team. Zwar hatte er seinen Teamkollegen Schneider diese Saison im Griff, dafür wurde er von seinem anderen Teamkollegen Gary Paffett geschlagen und belegte als zweitbester Mercedes-Benz-Pilot hinter dem Meister Mattias Ekström und Paffett den dritten Platz der Meisterschaft.

Formel 1Bearbeiten

Minardi (2005)Bearbeiten

Obwohl er in der DTM über eines der besten Autos verfügt hatte, entschied sich Albers für einen Wechsel in die höchste Klasse des Motorsports, die Formel 1, in der er über kein gutes Rennauto verfügen sollte. Nachdem er im Winter Testfahrten für Jordan und Minardi absolviert hatte, nahm ihn sein ehemaliger Formel-3000-Teamchef Paul Stoddart für die Saison 2005 unter Vertrag. Mit dem schwierig zu fahrenden Minardi verfügte Albers über eines der schlechtesten Autos im Feld. Allerdings blieb er nicht ohne Punkte, da er beim Großen Preis der USA den fünften Platz erreichte. Begünstigt wurde dieses Resultat durch einen Rennverzicht aller Teams, die Michelin-Reifen einsetzten. Das Rennen bestritten daher nur die drei Bridgestone-Teams Ferrari, Jordan und Minardi. Seine Teamkollegen Patrick Friesacher und Robert Doornbos konnte der Niederländer im Laufe der Saison überwiegend hinter sich halten. Am Jahresende belegte vor Doornbos und Friesacher den 19. Platz in der Fahrerwertung.

Midland / Spyker (2006–2007)Bearbeiten

Nachdem Stoddart Minardi an Red Bull verkauft hatte, wechselte Albers 2006 zum Jordan-Nachfolger Team Midland F1 Racing. Erneut verfügte Albers über eines der schlechten Formel-1-Boliden im Feld und er konnte meistens nur die Super Aguri-Piloten hinter sich halten. Am Saisonende belegte er hinter seinem Teamkollegen Tiago Monteiro ohne Punkte den 22. Gesamtrang. Nachdem das Team bereits während der Saison 2006 an den Niederländischen Sportwagenbauer Spyker verkauft worden war, ging er 2007 für das Midland-Nachfolgerteam Spyker F1 an den Start. Der Saisonanfang lief nicht optimal für den Niederländer, der mit Adrian Sutil einen starken Teamkollegen hatte, der zumeist schneller als er selber war. Ein großes Medienecho erzeugte Albers beim Großen Preis von Frankreich, bei dem er bei seinem Boxenstopp zu früh losfuhr und den Tankschlauch abriss. Niki Lauda beschrieb anschließend, dass er „noch nie so eine dumme Aktion erlebt“ habe. Obwohl die Medien über eine Ablösung von ihm spekuliert hatten, durfte er beim Großen Preis von Großbritannien noch einmal für Spyker antreten. Nach diesem Rennen wurde Albers schließlich entlassen. Offiziell wurde seine Kündigung mit „finanziellen Problemen“ begründet.

DTM und Le MansBearbeiten

2008 kehrte Albers zu Futurecom TME in die DTM zurück und trat erstmals in einem Audi an. Kurioserweise startete er für das Team von Colin Kolles, der ihn ein Jahr zuvor in der Formel 1 entlassen hatte. Albers erlebte eine schwere Saison und konnte mit seinem zwei Jahre alten Fahrzeug nur seine Teamkollegin Katherine Legge schlagen. Alle anderen Piloten hatten aktuellere Rennwagen. Am Saisonende belegte er den 17. Gesamtrang.

Nachdem er bereits 2008 bei einem Rennen sein Debüt in der American Le Mans Series gegeben hatte, trat er auch 2009 zu zwei Rennen dieser Serie an. Sein Hauptaugenmerk lag allerdings auf der Le-Mans-Series-Saison 2009, in der er für das Team von Kolles antrat und den 15. Gesamtrang belegte. Außerdem trat er beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans 2009 an und wurde mit seinem Team Neunter.

Karriere als TeamchefBearbeiten

Mitte 2014 verkaufte Tony Fernandes das Caterham F1 Team. Nach dem Verkauf wurde Albers Teamchef des Rennstalls. Er übte diese Tätigkeit allerdings nur zwei Monate lang aus. Nach dem Großen Preis von Italien trat Albers „aus privaten Gründen“ zurück; sein Nachfolger ist sein bisheriger Stellvertreter Manfredi Ravetto.[6]

PersönlichesBearbeiten

Albers ist der Sohn des in den späten 1970er- und frühen 1980er-Jahren im Motorsport Rallycross europaweit bekannten Porsche-911-Carrera-Fahrers André Albers (Internationaler Niederländischer Rallycross-Meister 1979 und 5. Rang der GT-Division der FIA Rallycross-Europameisterschaft 1979) aus Nigtevecht.

Albers ist seit dem 11. November 2006 mit Liselore Kooijman verheiratet.

TriviaBearbeiten

Albers kam ziemlich überraschend in einem Krankenhaus in Eindhoven zur Welt, nachdem sein Vater im nahegelegenen Valkenswaard Rallycross gefahren war und bei der Mutter vor lauter Aufregung die Wehen einsetzten, was dann einen hastigen Transport per privatem Pkw in die nächste Klinik erforderlich machte.

Dieser Artikel basiert auf dem Wikipedia-Artikel „Christijan_Albers“ aus der freien Enzyklopädie Wikipedia in der Version vom 16:33, 24. Feb. 2015 (Permanentlink) und steht unter einer Creative-Commons-Lizenz (CC-BY-SA 3.0). In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.


Christijan Albers
Exakter Name: Christijan Albers Christijan Albers
Nation: Niederlande Niederlande
Geboren: 16. April 1979 (Eindhoven)
Gestorben:
Erstes Rennen: Hockenheimring I 2001
Letztes Rennen: Hockenheimring II 2008
Meldungen: 51 Siege: 5
Starts: 51 Poles: 1
Punkte: 138 Schn. Runden: 2
Platzierung
Der Fahrer kam 5× auf dem ersten Platz ins Ziel Der Fahrer kam 6× auf dem zweiten Platz ins Ziel Der Fahrer kam 2× auf dem dritten Platz ins Ziel Der Fahrer kam 1× auf dem vierten Platz ins Ziel Der Fahrer kam 2× auf dem fünften Platz ins Ziel Der Fahrer kam 2× auf dem sechsten Platz ins Ziel Der Fahrer kam 2× auf dem siebenten Platz ins Ziel Der Fahrer kam 1× auf dem achten Platz ins Ziel Der Fahrer kam 3× auf dem neunten Platz ins Ziel Der Fahrer kam 1× auf dem zehnten Platz ins Ziel Der Fahrer kam 4× auf dem elften Platz ins Ziel Der Fahrer kam 4× auf dem zwölften Platz ins Ziel Der Fahrer kam 4× auf dem 13. Platz ins Ziel Der Fahrer kam 0× auf dem 14. Platz ins Ziel Der Fahrer kam 4× auf dem 15. Platz ins Ziel Der Fahrer kam 1× auf dem 16. Platz ins Ziel Der Fahrer kam 0× auf dem 17. Platz ins Ziel Der Fahrer kam 0× auf dem 18. Platz ins Ziel Der Fahrer kam 0× auf dem 19. Platz ins Ziel Der Fahrer kam 0× auf dem 20. Platz oder schlechter ins Ziel Der Fahrer kam 8× nicht ins Ziel Der Fahrer wurde 0× disqualifiziert
1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 ≥20 DNF DSQ
Startplatz
Der Fahrer startete 1× vom ersten Platz Der Fahrer startete 2× vom zweiten Platz Der Fahrer startete 7× vom dritten Platz Der Fahrer startete 1× vom vierten Platz Der Fahrer startete 1× vom fünften Platz Der Fahrer startete 3× vom sechsten Platz Der Fahrer startete 2× vom siebenten Platz Der Fahrer startete 1× vom achten Platz Der Fahrer startete 3× vom neunten Platz Der Fahrer startete 2× vom zehnten Platz Der Fahrer startete 2× vom elften Platz Der Fahrer startete 2× vom zwölften Platz Der Fahrer startete 3× vom 13. Platz Der Fahrer startete 5× vom 14. Platz Der Fahrer startete 2× vom 15. Platz Der Fahrer startete 4× vom 16. Platz Der Fahrer startete 5× vom 17. Platz Der Fahrer startete 1× vom 18. Platz Der Fahrer startete 1× vom 19. Platz Der Fahrer startete 3× vom 20. Platz oder schlechter Der Fahrer startete 0× nicht ins Rennen Der Fahrer konnte sich 0× nicht fürs Rennen qualifizieren
1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 ≥20 DNS DNQ

Karriere
Jahr Wagen/Team 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 =

2001 Bearbeiten

15 Mercedes-Benz (Logo).svg Persson Motorsport
Mercedes-Benz CLK DTM
300px
HOC NÜR OSC SAC NOR LAU NÜR A1R ZAN HOC =
13 13 11 16 13 12 8 11 8 14 14
13 12 11 2 16 16 9 DNF DNF 9


2002 Bearbeiten

42 Mercedes-Benz (Logo).svg Team Rosberg
Mercedes-Benz CLK DTM
Christijan Albers 2002.svg
HOC ZOL DON SAC NOR LAU NÜR A1R ZAN HOC =
DNF 13 11 13 10 20 18 19 DNF 11 12
DNF 6 4 8 6 14 17 13 12 9


2003 Bearbeiten

4 Mercedes-Benz (Logo).svg HWA
Mercedes-Benz CLK DTM
300px
HOC ADR NÜR LAU NOR DON NÜR A1R ZAN HOC =
5 1 1 7 1 5 2 3 1 12 2


2004 Bearbeiten

2 Mercedes-Benz (Logo).svg HWA
Mercedes-Benz CLK DTM
300px
HOC EST ADR LAU NOR SHA NÜR OSC ZAN BRÜ HOC =
2 1 2 2 2 6 16 12 3 DNF 7 3


2008 Bearbeiten

21 Audi.svg Futurecom TME
Audi A4 DTM
Christijan Albers 2008.svg
HOC OSC MUG LAU NOR ZAN NÜR BRA BAR LEM HOC =
DNF 16 13 14 DNF DNF 11 14 10 13 DNF

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